Rosi Steinbach

Rosi Steinbach: Keramik
Rosi Steinbach arbeitet seit einigen Jahren an verschieden Werkgruppen mit Büsten aus Keramik. Aus der Reihe »Künstlerbüsten« haben einige Arbeiten Eingang in die Staatliche Kunstsammlung Dresden, in das Museum der bildenden Künste Leipzig und in das Grassi Museum für Angewandte Kunst gefunden. Zudem hat sie auch Aufträge für Porträtbüsten angenommen.

Als Vorlage dienen neben den Modellen selbst eigene Fotos und Skizzen. Ihre Keramikbüsten stehen sowohl in der Tradition der Della Robbias aus dem Florenz des 15. Jahrhunderts als auch der Holzskulpturen von Stephan Balkenhol. Auch die Cutouts der späten 60er des amerikanischen Malers Alex Katz dürften zu ihren Inspirationsquellen gehören. In diesem weiten Spannungsfeld ihrer Vorbilder entwickelt sie mit einem Augenzwinkern und ihrer eigenen Stärke wohl bewusst, ihre eigenständigen Skulpturen, die in ihrer Farbigkeit bisweilen recht poppig daherkommen.

Die Objekte von Rosi Steinbach kommentieren alle auf irgendeine Weise unsere Alltagskultur. Die Grenzzone zwischen Dekoration und Kultobjekt, alltäglichem Gestaltungswillen und der »hohen« Kunst dient als Ausgangspunkt für die Bildfindung. Die hochglänzenden, farbig glasierten, bemalten und manchmal sogar vergoldeten Objekte sind nicht nur dekorativ, sondern immer auch ein Versuch, den Zustand der Welt zu beschreiben.

Die in Fachkreisen hochangesehene Keramikkünstlerin hat die Madonna mit dem Jesuskind aus der Werkstatt des berühmten Florentiner Renaissance-Künstler Giovanni della Robbia aus dem 16. Jahrhundert, eine Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland an das Grassi Museum für Angewandte Kunst, 2019 ergänzt und dafür viel Zuspruch erhalten.
—Josef Filipp

 

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