November Series pt. 2:
No hesitation, no delay
Wolfgang Ellenrieder, Paul Glaw,
Sebastian Hosu, Johannes Listewnik,
Lennart Rieder, Rui Zhang
7. November—19. Dezember 2020

Wir freuen uns ab Samstag, 7. November die Ausstellung November Series Pt. 2: No hesitation, no delay zu präsentieren. Die Ausstellung versammelt im Format der Gruppenausstellung sechs verschiedene KünstlerInnen, die sich auf je eigene Weise mit Malerei als Medium auseinandersetzen. Die Bildwerke zeigen dabei ganz unterschiedliche Zugänge, Ansätze, Themen und Bildsprachen, und formen so eine vielgestaltige Schau, die dezidiert auf die Breite des Spektrums in der aktuellen Malerei verweisen möchte - ohne jedoch einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.

Die Versammlung unterschiedlicher künstlerischer Positionen in einer Ausstellung, ohne dabei ein klar benanntes Thema zu verfolgen, ist kuratorisch gleichermaßen gewagt wie auch vielversprechende Offenheit. Jede einzelne Position verfolgt einen je eigenen Ansatz sowie Interesse am gemalten Bild, und entwickelt für diesen eine eigene Formensprache sowie Ästhetik, die mal in hybride Kompositionen in der Form faszinierender Zwischenwelten münden wie bei Rui Zhang, oder in dynamisch expressiven Bildwerken wie bei Sebastian Hosu. Sehr viel reduzierter stehen daneben die beinahe grafischen Werke von Paul Glaw, dem es in einem kritisch-reflektierenden Blick auf gesellschaftliche Verhältnisse um Sichtbarmachung und Darstellbarkeit mit den Bildmöglichkeiten der Malerei geht. Konzeptuell und doch in ihrer Erscheinung weder neutral sowie auf faszinierende Weise vielschichtig sind die Bildfindungen von Johannes Listewnik. Konzeptuelle Wendungen kunst- und bildtheoretischer Art verfolgen auf je eigene Weise die Werke von Wolfgang Ellenrieder und Gemälde von Lennart Rieder. /Die Ausstellung wurde von Philipp Anders kuratiert.

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Kurzbiografien
Wolfgang Ellenrieder, geboren 1959 in München, studierte 1981–1988 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seit 2010 ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Seine zahlreichen Einzelausstellungen in Europa und den USA wurden meist mit einer Publikation begleitet. Mit seinen Arbeiten ist er in renommierten internationalen Sammlungen vertreten. Für 2018/19 erhielt er das Villa Massimo Stipendium in Rom. Dies ist die höchste Auszeichnung die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien an Künstler vergeben wird.

Paul Glaw
wurde 1988 in Halle an der Saale geboren. Von 2010–2015 studierte er Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration bei Georg Barber /ATAK an der Burg Giebichstein Kunsthochschule Halle und schloss dieses mit dem Bachelor of fine Arts ab. Daraufhin studierte er bis 2019 im Master of fine Arts Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei in der Klasse von Jutta Koether und Kerstin Brätsch an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. 2017 erhielt er das Karl-Heinz-Ditze Begabtenförderung-Jahresstipendium und 2020 das Arbeitsstipendium der Stadt Hamburg. Bereits jetzt hatte er zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Berlin und Hamburg.

Sebastian Hosu, geboren 1988 in Satu Mare, RO, wuchs in Rumänien auf und studierte in Cluj-Napoca an der University of Fine Arts and Design sowie an der Accademia Albertina di Belle Arti in Turin [2008–2010]. Auf einen Master-Abschluss in Malerei an der Académie Royale des Beaux-arts in Liege, BE, folgte ein Meisterschülerstudium an der HGB in Leipzig. Hosus Arbeiten fanden bereits viel Beachtung im In- und Ausland, so auch durch Einzelausstellungen im Museum der bildenden Künste in Leipzig 2018 und im Kunstverein Freunde aktueller Kunst in Zwickau 2019. Mit Malereien und Zeichnungen ist er schon jetzt in bedeutsamen privaten wie öffentlichen Sammlungen vertreten.

Johannes Listewnik wurde 1988 in Leipzig geboren und beendete 2012 seinen Bachelor of Arts in Germanistik und 2014 seinen Master in Kunstgeschichte an der Universität Leipzig. 2014 begann er Freie Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg in der Klasse von Thomas Hartmann zu studieren. 2017 wurde er zum Meisterschüler von Thomas Hartmann ernannt. Von 2016 bis 2019 studierte er zudem Galerie und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in der Fachklasse von Christoph Ruckhäberle und ist seit 2019 Meisterschüler bei Christoph Ruckhäberle an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Lennart Rieder wurde 1986 in Freiburg geboren und studierte von 2007–2013 an Kunsthochschule in Kassel. Von 2011 bis 2012 studierte er an der Sint-Lucas Kunsthochschule in Gent in Belgien. Nachdem er 2013 sein Kunsthochschulstudium in Kassel erfolgreich abschloss, studierte er 2013 und 2014 als Meisterschüler bei Johannes Spehr. 2014 erhielt er den Förderpreis der CDW Stiftung. Unter anderem wurden seine Werke bereits im SOX in Berlin, in der Strzelski Galerie in Stuttgart und in der 532 Gallery in New York ausgestellt.

Rui Zhang, geboren 1989 in China, studierte im Bachelor of Arts von 2006–2010 an der CAFA in Peking. Ihr anschließendes Diplomstudium absolvierte sie von 2012–2017 bei Wolfgang Ellenrieder und Aurelia Lihaian an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und schloss daran ein einjähriges Meisterschülerstudium bei Wolfgang Ellenrieder an. Unter anderem erhielt Rui Zhang 2018 das Northeim Katalogstipendium der Han Rück Se [KSN Stipendium].

 

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